Hypercholesterinaemie

Unter dem Begriff Hypercholesterinaemie versteht man einen mehr oder weniger erhöhten Cholesterinspiegel im Blut. Diagnostiziert wird selbige, wenn ein Gesamtcholesterin im Blut von 200 mg/dl nachgewiesen werden konnte. Bei diesem Wert handelt es sich um den zur Zeit empfohlenen Grenzwert, ab dem dann laut Ärzten von einer so genannten Hypercholesterinämie gesprochen wird. Um in diesem Fall exakte Ergebnisse in Anspruch nehmen zu können, wird das Blut der betroffenen Person bei Nüchternheit entnommen.

Die Ursachen von Hypercholesterinaemie

Die hier beschriebene Hypercholesterinaemie kann viele unterschiedliche Ursachen haben, die für einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut verantwortlich sind. Neben erblichen Erkrankungen zählt auch Diabetes mit zu einem Auslöser dieser Krankheit. Aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion, eine vorliegende Bauchspeicheldrüsenentzündung oder eben das so genannte nephrotisches Syndrom sind mit verantwortlich, wenn von einer Hypercholesterinaemie gesprochen wird. Darüber hinaus zählen auch bestimmte Lebererkrankungen, Übergewicht, ein überdurchschnittlicher Alkoholkonsum sowie eine vorliegende Schwangerschaft mit zu den Risikofaktoren.

Symptome der Erkrankung

Hypercholesterinaemie ist ein weit verbreitetes Problem

Hypercholesterinaemie ist ein weit verbreitetes Problem

Neben der Feststellung über eine Blutabnahme, lässt sich die Hypercholesterinaemie auch auf anderer Weise erkennen. Bereits im Kindesalter kann es hierbei zu Symptomen, wie Arcus lipoides corneae, Xanthelasmen und auch Sehnenxanthome, kommen. Die beiden ersten Symptome zeigen sich im Bereich der Augen, wobei Letzteres sich durch gelbe Knoten im Bereich der Sehnen äußert.

Mögliche Behandlungsformen

In erster Linie behandelt man die Erkrankung durch Hypercholesterinaemie mit einer Gewichtsreduktion. Aber auch sportliche Aktivität kann helfen, den Symptomen entgegen zu wirken. Auch cholesterinreduzierte Lebensmittel sollten in Betracht gezogen werden. Wenn sich jedoch der Cholesterinspiegel trotz der besagten Maßnahmen nicht reduzieren lassen sollte, dann muss auf eine medikamentöse Behandlung umgestiegen werden. Für die Reduzierung kommen hier CSE-Hemmer zum Einsatz, die in der Regel als so genannte Statinebekannt sind. Ein Anschlagen dieser Therapie konnte in bestimmten Bereichen bei Personen über 55 Jahren nicht nachgewiesen werden. Dies ist ebenfalls der Fall, wenn die betroffenen Patienten zusätzlich über eine bestehende Zuckerkrankheit verfügen.

Als Vorkehrungsmaßnahme eines Schlaganfalls lassen sich ebenfalls Statine in Anspruch nehmen. Mehrere Studien belegen die Wirksamkeit an dieser Stelle. Als sekundäre Prävention raten Fachleute nach einem ischämischen Schlaganfall zu einer handelsüblichen Statintherapie. Diese wird auch dann empfohlen, wenn sich der Cholesterinspiegel bereits wieder im Normalbereich befindet.

Cholesterinarme Lebensmittel

Bei einem zu hohen Cholesterinspiegel im Blut sollte auf cholesterinarme Lebensmittel zurückgegriffen werden. Durch eine gezielte Ernährungsumstellung lässt sich der Cholesterinspiegel nämlich positiv beeinflussen. Doch welche Lebensmittel sind für eine cholesterinarme Ernährung geeignet?

Die besten Lebensmittel für die cholesterinarme Ernährung

Für die cholesterinarme Ernährung eignen sich zum Beispiel folgende Lebensmittel:

Birnen: Sie enthalten viel Lignin, also unlösliche Pflanzenfasern, die wiederum bekannt dafür sind, Cholesterin im Darm abzubauen.
Flachs-, Floh- und Leinsamen: Auch sie enthalten viel Lignin und wirken ähnlich wie Birnen.
Soja: Statt Milch oder Käse können Soja-Produkte, wie Soja-Milch oder Tofu, auf dem Speiseplan stehen. Diese Lebensmittel können das schädliche LDL-Cholesterin senken.
Fisch: Vor allem die Kaltwasserfische, zu denen zum Beispiel Hering, Lachs und Makrele zählen, sind gut für den Cholesterinspiegel. Sie enthalten neben den viel zitierten Omega-3-Fettsäuren nämlich auch zahlreiche Substanzen, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen können.

Weitere Lebensmittel, die den Cholesterinspiegel senken können

Ebenso eignen sich Vollkornprodukte, um den Cholesterinspiegel auf ein gesundes Maß zu senken. Allerdings ist auf die richtige Mischung zwischen Ballaststoffen, Kalzium, Kalium und Magnesium zu achten. Vollkornprodukte sind als Brot, Nudeln oder auch Ries erhältlich und können laut einer amerikanischen Studie nicht nur beim Abnehmen helfen, sondern ebenso den Cholesterinspiegel senken. Darüber hinaus sollen die Vollkornprodukte sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

Dass Gemüse gesund ist, weiß wohl jeder. Doch warum Artischocken so einen guten Ruf haben, ist weniger bekannt. Dabei sind diese besonders gut geeignet, um die schwer verdaulichen Nahrungsbestandteile besser zu verwerten. Der hohe Anteil an Bitterstoffen sorgt dafür, dass die Produktion von Gallen- und Magensaft angeregt wird. Dadurch wird auch die Fettverdauung angekurbelt und der Cholesterinspiegel im Blut sinkt.

Als Klassiker unter den Obstsorten ist der Apfel aus keinem Speiseplan wegzudenken. Und beim Kampf gegen das Cholesterin kann er ebenfalls hilfreich sein, denn das enthaltene Pektin ist ein Ballaststoff, der wasserlöslich ist und kann die Gallensäure im Darm binden. Diese ist voller Cholesterin, das auf diese Weise besser „entsorgt“ werden kann.

Wer hätte es gedacht?

Neben den typisch gesunden Lebensmitteln finden sich auch eine Reihe von Lebensmitteln, die zwar den Cholesterinspiegel senken, aber allgemein weniger als gesund bekannt sind. Dazu zählt zum Beispiel die Avocado, die mit 217 Kalorien und 23,5 Gramm Fett pro 100 Gramm Fruchtfleisch eher zu den fettreichen Lebensmitteln gezählt wird. Trotzdem kann die Frucht das schädliche LDL-Cholesterin senken und sogar das HDL-Cholesterin im Blut erhöhen. Grund für diese positiven Wirkungen ist ausgerechnet das Fett der Frucht. Dieses gilt als einfach-ungesättigtes Fett. Außerdem enthält es die wertvolle Substanz Beta-Sisterol.

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